Wenn Faschismus als Kunst verkauft wird…

Bildschirmfoto soko-chemnitz.de

Spiegel, Taz, ND – alle singen im Takt die Mähr, die Aktion des Zentrum für politische Schönheit sei ein Kunstprojekt. Falsch, genau so lief es im 3.Reich und auch Stalin, Ulbricht und Honecker lassen grüßen. Es handelt sich demzufolge eindeutig um eine Links-faschistische Aktion.

Der neue Volkssport, denunzieren. Bist Du von Entlassung bedroht? Dann denunziere doch ganz schnell Deine Kollegen. Das Zentrum für Politische Schönheit hilft Dir dabei…

Bleibt nur zu hoffen das es juristische Konsequenzen gibt. Schon die EU-DSGVO böte Ansatzpunkte. Auch die Verwendung des Logos “So geht sächsisch” und die Verletzung des Rechts am eigenen Bild sollte eigentlich rechtliche Folgen haben.

Die Bilder in Verbindung mit den Bezeichnungen “Idioten”; “gesinnungskranke Problemdeutsche” bzw. “Nazi” stellen außerdem den Sachverhalt einer Beleidigung dar. Ich hoffe nur, dass viele der Betroffenen Anzeige erstatten. Allein mir fehlt der Glaube. Es war eben keine rechte Aktion. Bei dem wesentlich harmloseren Lehrermeldeportal der AFD hatten unsere glorreichen Mainstream Medien wesentlich deutlichere Worte gefunden.

Dieselben Medien reden nun beschönigend von einem “Kunstprojekt”. Außerdem bemängeln sie das Vorgehen der sächsischen Polizei. Ja, so geht die Erfüllung des eigenen Anspruches hochwertigen Journalismus anzubieten.

Weitere Meldemöglichkeiten und auch ein paar Bildschirmfotos von “Soko-Chemnitz” findet ihr bei MÄÄH

Übrigens weiß inzwischen die FZ relativierend zu berichten, das ganze sei “nur” ein cleverer Trick gewesen um an die Namen von Rechten zu kommen. Viele Personen aus der rechten Szene seien auf die Webseite gegangen und hätten ausgiebig nach ihrem eigenen Namen und denen von Gesinnungsgenossen gesucht. Sollte das die Intention gewesen sein, macht es das ganze nicht besser. Linksfaschistische Gesinnungsschnüffelei eben.

Und mit dieser Aussage geben die Akteure der Aktion faktisch massenweisen Datenmissbrauch zu. Denn die DSGVO verbietet ein solches Sammeln, Speichern, Auswerten und Weiterreichen so erhobener, besonders schützenswerter, persönlicher Daten. Auch in der Datenschutzerklärung der Seite fehlt ein derartiger Hinweis, Cookiehinweis ebenfalls Fehlanzeige.

Der Inhalt von soko-chemnitz hat am 5.12. gewechselt:

Danke, liebe Nazis

6 Monate Gedanken, 3 Monate Recherche, 1 riesiges Team und am Ende nur eine Frage: Wer von Euch, liebe Nazis, war dabei. Mit 1.552 ermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten wir einen Großteil identifizieren. – Aber nicht alle.

Dann kam uns eine Idee…

Wäre es möglich, das bereits gewonnene Wissen als Waffe einzusetzen, um mit Eurer Hilfe an den Rest zu kommen? Wir arbeiteten mit Experten der Bilderkennung, künstlichen Intelligenz und Algorithmik. Und wir bauten eine Webseite mit einem einzigen Ziel: Ihr liefert uns Euer gesamtes Netzwerk selbst aus und zwar ohne es zu merken. Das wichtigste Element dieser Seite: die Suchfunktion. Über die Suche habt Ihr uns mehr mitgeteilt, als öffentlich zugängliche Quellen je verraten hätten.

Als ich am Montag das Angebot für Unternehmer wahrnahm und ein paar Mitarbeiterfotos hochlud (darunter auch Christian Lindner), wurde nach keinem Namen gefragt. Natürlich ist die IP und der verwendete Browser etc. geloggt worden.

Suchfunktion habe ich nicht als Schwerpunkt der Seite wahrgenommen. Ich vermute mal die Aktion ist in die Hose gegangen, und nun wird versucht das ganze als geplant zu verkaufen. Meine Vermutung wird eigentlich auch durch https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez—stadt/nazi-jagd-erste-firma-erkennt-ihren-mitarbeiter-31693772 indirekt bestätigt…

Übrigens “6 Monate Gedanken, 3 Monate Recherche, 1 riesiges Team” steht in einem komischen Kontext zu den Chemnitzer Ereignissen Ende Oktober 2018 und wer bezahlt die Chose eigentlich, doch hoffentlich nicht der Steuerzahler?

Auf die Antwort bin ich gespannt…

 

2 Kommentare

  1. Wie recht du doch hast, sie haben Wind in die Hose bekommen und stellen es jetzt als Witz dar, aber die Kopfgelder fuer Verfassungsschutz und V-Maenner waren doch wohl real , oder nicht.

    • Aber was Ihnen offensichtlich nicht bewusst ist, ist dass die neue Version einen bewussten Verstoß gegen die EU-DSGVO dokumentiert. Falls irgendjemand aufgrund der Anschuldigung er sei in Chemnitz dabei gewesen, von seinem Arbeitgeber entlassen würde, hätte er gute Karten alle Ausfälle beim Zentrum für politische Schönheit geltend zu machen…

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