Einige Anregungen zum Seuchenschutz

geralt (CC0), Pixabay

In Deutschland gibt es den ersten bestätigten Fall. In Bayern wurde  erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg hatte sich bei einer Frau aus China angesteckt, die zu Gast bei seiner Firma war. Die Chinesin hat Deutschland verlassen.

Ein Ministeriumssprecher betonte: “Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der Task Force Infektiologie des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet.”

Ja, wir haben alles unter Kontrolle, 3 weitere Fälle in Bayern! Bayern schaltet eine Hotline für besorgte Bürger. Die Nummer lautet: 09131/6808 5101.

Einer Studie zufolge schätzt Jonathan Read von der University of Lancaster und sein Team, dass in China nur ein Bruchteil der mit dem Virus Infizierten erkannt wurden: “Wir schätzen, dass nur 5,1 Prozent der Infektionen in Wuhan identifiziert worden sind.”

Das würde bedeuten, es gibt inzwischen weit über 100.000 Infizierte in China. Aber unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat alles im Griff. Meint er jedenfalls. Falls es doch schiefgeht, was ziemlich wahrscheinlich ist, weil viele Erkrankte gar nicht wissen, dass sie erkrankt sind, obwohl sie schon ansteckend sind, hier ein paar Tipps:

Nutzt die Weisheit der Alten, mit Plastebeuteln spielt man doch!

Also fix in den nächsten Baumarkt eilen um einige Staubschutzmasken zu kaufen, bei den Apotheken sind chirurgische Masken vergriffen.  Schon kann eigentlich nicht mehr viel passieren sollte man meinen. 

Aber falsch gedacht: Die Masken müssen mindestens FFP2 oder N95 Standard erfüllen, wenn sie Viren abhalten sollen. Das tun die chirurgischen Masken aus der Apotheke allerdings nicht, die bringen höchstens den Nutzen die Ausbreitung zu verringern wenn man selbst hustet oder nießt.  Aber im Baumarkt sollte es entsprechende Modelle geben. Auch Amazon hat was zu bieten.

Besorgt Euch dann noch einen Vorrat an durchsichtigen Plastebeuteln und nehmt bei Aldi reichlich Einmalhandschuhe vom Brötchenstand mit, auch wenn medizinische Handschuhe eventuell besser wären, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach nicht zu toppen. Zusätzlich solltet ihr Desinfektionsmittel mit erwerben, um Eure Hände häufig zu waschen und danach gelegentlich zu desinfizieren. Markus Andel empfiehlt: Bode-Sterillium-Haendedesinfektion.  Auch Amazon hat das Produkt.

Da noch keiner sagen kann, wie lange das Virus außerhalb des Körpers überleben kann, ist Desinfektion der Hände wichtig. Einer unbestätigten Aussage nach sind es vier Tage, die das Virus außerhalb des Körpers überleben kann. Schützt auch Eure Ohren. Nun seid ihr gewappnet, egal was kommt. Wer das ganze noch perfektionieren will, es ist ja bald Fasching, der sollte sich auf jeden Fall noch einige Schutzanzüge gönnen.

P.S.: Falls wider Erwarten Atemschutzmasken ausverkauft sein sollten, gibt es hier eine Bastelvorlage:

International

8236 infiziert, 171 tot,  899 Menschen in kritischem Zustand alleine in der Hubei Provinz. – 29.1. 23:00 EST

8.124 Mainland China
14 Thailand
11 Japan
10 Hong Kong
10 Singapore
9 Australia
9 Taiwan
8 Malaysia
7 Macau
6 US
5 France
4 Germany
4 South Korea
4 United Arab Emirates
3 Canada
2 Vietnam
1 Cambodia
1 Finland
1 India
1 Nepal
1 Philippines
1 Sri Lanka
 
TRAVEL ALERT ✈️: U.S. Department of State raised its travel advisory for China from Level 3 to *Level 4*, which means “do not travel to China.” Previously alert level 3 on Monday, which means “reconsider travel to China due to the novel coronavirus.” https://travel.state.gov/content/travel/en/traveladvisories/traveladvisories/china-travel-advisory.html

Ist:

Datum Infizierte  Tote 
28.01.20 5.574 131
29.01.20 8.236 171
30.01.20 9.700 213
31.01.20    
01.02.20    
02.02.20    

Vorhersage:

28.01.20 5.574 131
29.01.20 8.361 197
30.01.20 12.542 295
31.01.20 18.812 442
01.02.20 28.218 663
02.02.20 42.328 995

China

“Angesichts des aktuellen Ausbruchs des neuartigen Coronavirus wird chinesischen Bürgern empfohlen, Auslandsreisen zu vermeiden, um die Gesundheit und Sicherheit von Chinesen und Ausländern zu gewährleisten”, sagte die chinesische Einwanderungsbehörde am Dienstag.

Außerdem haben die Ausreise- und Einreisebehörden der Provinz Hubei die Beantragung von normalen Pässen sowie von Ausreise- und Einreisegenehmigungen für Hongkong, Macao und Taiwan ausgesetzt.

“Für diejenigen, die das chinesische Festland aus dringenden Gründen in dieser Zeit verlassen müssen, werden spezielle Kanäle zur Einzelfallprüfung und -genehmigung geöffnet.” CGTN

Ihr seht also China hat alles im Griff. Das meint auch die WHO, also lehnt Euch unbesorgt zurück, es kann rein gar nichts passieren.

WHO

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, ist zuversichtlich, dass China mit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus umgehen kann. Der WHO-Chef äußerte sich zu einem Treffen mit dem chinesischen Staatsrat und Außenminister Wang Yi in Peking. Er sagte, die WHO empfehle die Evakuierung von Staatsangehörigen nicht und forderte die internationale Gemeinschaft auf, ruhig zu bleiben und nicht zu überreagieren. 

Dumm nur, das die WHO ihre Auffassung von der geringen Gefahr dann schnell revidieren musste: Am späten Sonntag bewertete die WHO den Ausbruch des neuartigen Coronavirus als “sehr hoch in China, hoch auf regionaler Ebene und hoch auf globaler Ebene”. Die WHO erklärte, sie habe in ihren vorherigen Berichten vom Donnerstag, Freitag und Samstag “falsch” angegeben, dass das globale Risiko “moderat” ist, meldet CGTN.

Hongkong

Hongkong: “Ab dem 30. Januar wird die Regierung der Sonderverwaltungsregion Hongkong die Anzahl der Flüge, Züge und Passagierfähren zum Festland reduzieren”, sagte Carrie Lam, die Hauptgeschäftsführerin der Sonderverwaltungsregion am Dienstag. 

Am Dienstagmittag wurden in Hongkong acht neue Fälle von Coronavirus bestätigt, damit hat Hongkong nun 16 bestätigte Fälle.

Mongolei:

Das Kabinett des Landes hat am Montag die Grenzübergänge zu China für Fahrzeuge und Fußgänger geschlossen und den Universitätsunterricht ausgesetzt, sowie öffentliche Schulen und Kindergärten bis zum 2.3. geschlossen, um die Ausbreitung der neuen Viruskrankheit zu verhindern.

Dänemark

Der erste dänische Fall des Corona-Virus wird vermutet.

Australien

Deutschland

Es war zu erwarten, dass das Coronavirus auch Deutschland erreicht. Der Fall aus Bayern zeigt aber, dass wir gut vorbereitet sind. Der Patient wurde isoliert und wird behandelt.” twittert Jens Spahn (CDU).

Ich bin nun völlig beruhigt, weil man in der Pressekonferenz ganz überrascht verkündete, dass der Sachverhalt mit der Ansteckung, bevor überhaupt Symptome auftreten, ja völlig neu sei.

Hmm, ich glaube ich hörte davon bereits am 24.1.2020, also scheint sich unser Gesundheitsministerium wohl mit dem Wuhan Coronavirus überhaupt nicht beschäftigt zu haben. Weit, weit weg war wohl das Motto.  Natürlich ist es dann nicht überraschend, dass Infizierte aus China einreisen können. Die Infizierten wissen ja meist selbst nichts von ihrer Infektion.

Das Risiko einer Ansteckung für Menschen in Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut als gering ein. Vermutlich wissen die auch noch nicht, dass während der Inkubationszeit, also vor Ausbruch, eine infizierte Person schon ansteckend ist.

Der Leiter der Spezialeinheit für hochansteckende lebensbedrohliche Infektionen an der München Klinik Schwabing räumt inzwischen ein, dass Mediziner unterschätzt haben, wie ansteckend das CoronaVirus ist. Aber es sei in Sachen Sterberate viel harmloser als SARS. In seiner Abteilung werden die Patienten aus Bayern behandelt. Harmloser als SARS hat er vermutlich aus scinexx, dort schreibt man: “Allerdings liegt die Mortalitätsrate bei 2019-nCoV bislang bei unter einem Prozent und damit weit niedriger als bei SARS”…

In Sachen Sterblichkeit habe ich mal versucht zu rechnen: 2-3 Wochen zwischen erkannter Infektion und Tod. Ungünstigster Fall: durchschnittliche Inkubationszeit 6 Tage + 10 Tage normales Krankenbett + 4 Tage ITS = ~20 Tage.(Als Durchschnitt bei Erkrankten wurden von Lancet 10 Tage angegeben, bevor bei einem Drittel der Fälle ITS erforderlich wurde). Zahlen von vor 20 Tagen ~60 Infizierte offiziell = 5% Tatsächlich infiziert 1.200 – tot 110. Also ~10% Sterblichkeit.

Angenommen die Erfassung erfolgt erst mit erkennbaren Symptomen, muss man nur ~12 Tage rückwärts. Also vielleicht offiziell ~170 Infizierte (ich habe keine Zahlen von vor 12 Tagen, vor 8 Tagen waren es offiziell 270) damit tatsächlich infiziert ~3400 Also knapp 3%.

Damit würde ich sagen, mit einer Mortalitätsrate zwischen 3 und 10% ist das ganze gefährlicher als SARS. Allerdings bitte ich zu bedenken, dass viel Vermutungen in den Zahlen stecken und außerdem immer mal wieder die Behauptung aufkommt, nicht alle Opfer würden auch unter Wuhan Corona verbucht.

Update:

Beim neuen Virus haben wir eine Todesrate von 2 bis 3 Prozent und eine Ansteckungshäufigkeit von 2,5 bis 3,5 (das heisst, eine Person steckt im Schnitt 2,5 bis 3,5 weitere Personen an, Anm. d. Red.). Wenn wir das mit dem Influenzavirus vergleichen: Dort beträgt die Todesrate 0,2 bis 0,3 Prozent, also einen Zehntel des Werts des neuen Coronavirus. Und auch beim Übertragungsrisiko liegt die saisonale Grippe mit einem Wert zwischen 1,2 und 1,8 tiefer. 

https://www.nzz.ch/wissenschaft/coronavirus-wir-duerfen-die-anderen-patienten-nicht-vergessen-ld.1537506

Kindergarten bleibt offen, Eltern werden nicht informiert. Das zeigt wie gut man sich in Deutschland nicht vorbereitet hat. – Screenshot twitter

Bundesaerztekammer warnt: Aus Sicht der Bundesärztekammer sind deutsche Krankenhäuser nicht ausreichend auf das neuartige Coronavirus vorbereitet.

Flughafen

Am Frankfurter, Münchner und den Berliner Flughäfen werden Passagiere mit Fieber, die aus den Risikogebieten in China einreisen, nach der Landung untersucht. Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus käme ein Patient ins Krankenhaus, die Mitreisenden würden informiert.

Piloten von Flügen aus China müssen bei einer Landung in Deutschland außerdem den Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere informieren, sagte Jens Spahn. Zudem seien Reisende verpflichtet, Formulare zu ihrem Gesundheitszustand auszufüllen.

Neben der Anordnung für den Flugverkehr verpflichtete Spahn per Eilverordnung Krankenhäuser, auch Verdachtsfälle auf den Coronavirus zu melden.

Der Kontrolleur mit dem Thermometer hat sicherlich mit deutscher Gründlichkeit seinen Job getan, er hatte bei der Chinesin halt nichts gefunden, also wurden auch keine Mitreisenden informiert. Auch die Chinesin wusste nicht, dass sie oder ihre Eltern erkrankt waren. Sie hatte sich bei ihren Eltern, welche in Wuhan gewesen waren, angesteckt.

Risikogebiete

Apropos Risikogebiete, mittlerweile ist ganz China meiner Meinung ein Risikogebiet. Aber natürlich werden das unsere deutschen Behörden wie immer erst zu spät bemerken.

Nun könnt ihr ja alle mal die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass ein Infizierter Fluggast, der durch das “Screening” kommt, der absolute Ausnahmefall war. Tja, und so laufen nun tausende, wenn nicht gar hunderttausende Fluggäste aus China durch Deutschland, bis mal irgend einer davon ein Unwohlsein bemerkt und sich beim Arzt meldet.

Ich stelle es mir danach ganz spannend vor, zu ermitteln, mit wem der oder die Betreffende in Kontakt kam. Also meidet besser irgend welche Touristengruppen und Ziele. Normalerweise müsste man alle Flüge aus China einstellen oder wenigstens 14 Tage unter Quarantäne stellen, um ganz sicher zu gehen.

Nürnberg

Heute kommen bestimmt ein paar Chinesen in Nürnberg an, aber Verbreitung Vorbereitung ist alles.

Coronavirus: Vorsichtsmaßnahmen ausgebaut

Das öffentliche Gesundheitswesen und zahlreiche weitere Beteiligte haben unter Federführung von Umweltreferent Dr. Peter Pluschke in Nürnberg die Vorsichtsmaßnahmen angesichts des neuartigen Coronavirus 2019-nCoV aus Wuhan (China) weiter ausgebaut. 
 
Die Spielwarenmesse (29. Januar bis 2. Februar 2020) wird wieder zehntausende Ausstellerinnen und Aussteller sowie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt nach Nürnberg bringen. Da China bereits sehr umfassende Quarantänemaßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Krankheit ergriffen hat, ist damit zu rechnen, dass Personen aus den Gebieten mit zahlreichen Erkrankungsfällen, vor allem aus der Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan, gar nicht mehr ausreisen können. Zwischen China und Nürnberg besteht keine Direktflugverbindung. Mögliche Verdachtsfälle würden bereits vor der Ausreise oder bei der Ankunft an einem anderen deutschen Flughafen festgestellt. 
 
Trotzdem ist auch der Flughafen Nürnberg gerüstet, mögliche Risikofälle abzuklären. Die Mitarbeiter der Flughafen-Feuerwehr sind entsprechend geschult und vorbereitet. Das Bayerische Rote Kreuz ist mit drei Wachen während der Spielwarenmesse in den Ausstellungshallen präsent. Das Personal wurde aufgestockt. Es stehen durchgehend Ärzte vor Ort zur Verfügung. Mögliche Patienten würden im weiteren Verlauf vom Klinikum Nürnberg behandelt. In den Messehallen wurden zusätzliche Händedesinfektionsständer aufgestellt. Ihre Nutzung empfiehlt sich angesichts der aktuellen Influenza ohnedies.
 
Auch nach dem ersten in Deutschland (im Landkreis Starnberg) bestätigten Coronavirus-Fall schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China derzeit weiterhin als gering ein. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. sz 

Weitere Informationen unter https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/coronavirus.html#18 

Etwas Vernunft scheint langsam sichtbar zu werden (31.1.):

Update: Das Virus überlebt bis zu 9 Tage außerhalb des Körpers und die Inkubationszeit kann bis zu 24 Tage betragen. Damit sind 14 Tage Quarantäne zu wenig. 

Covid19# Überlebenspaket

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