AGROS AG und Mitarbeiter mit “Schlitzen in den Ohren” – Kapitel 6

so deppert wie im Video klingt der nicht... screenshot eines ehemaligen TIH Bedieners...

Chaos bei KOS

Ich weiß es nicht mehr mit Sicherheit ob KOS stimmt, jedenfalls glaube ich, dass sich das ehemalige Agrochemische Zentrum (ACZ) in KOS umbenannt hatte. Der Chef der KOS, Herr Herwig, ehemals Chef des ACZ schlug bei AGROS auf, um bei seinem größten Gesellschafter vorzufühlen, wie aufgeschlossen dieser einem “Baumaschinen Mietparkprojekt” gegenüberstände. Herrn Herwigs Augen glänzten als er uns die “einmalige Gelegenheit” schmackhaft machte. Ein Görlitzer Mietpark war pleite und bot nun seinen kompletten Maschinenpark zum “Schnäppchenpreis” an. Man müsse aber alles nehmen. Da sowieso eine Gesellschafterversammlung bei KOS anstand, baten wir um Konkretisierung der Vermietaussichten. Gab es ausreichend Bedarf und Nachfrage in Zittau? Mit im Paket waren zwei Großraupen, vermutlich beim Autobahnbau brauchbar. Aber wenn die in Görlitz nicht genügend Umsatz brachten, wie soll so etwas in Zittau funktionieren, das waren unsere Fragen im Vorfeld. Herr Herwig versprach zu liefern. Und er lieferte ein paar lapidare Schreiben von OSTEK und KTS, dass sie sich sehr über einen Mietpark in Zittau freuen würden. Das wars. Nix mit ungefähr von bis würden wir gerne folgende Maschinen anmieten. Insgesamt sollte der Scherbenhaufen 5 oder 6 Mio kosten. Ich fand das gewagt. Herr Schurig meinte nur trocken: das ist das Agros-Modell. Wir waren uns nach der vorgelegten “Marktanalyse” einig, wir stimmen mit “Nein”.

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Die Gesellschafterversammlung nahte. Ich bin da also hingeeilt, ungefähr 14 Vertreter von ehemaligen Landwirtschaftsunternehmen saßen am Tisch. Herr Herwig erzählte der Runde begeistert von seinem Mietparkplan, vorinformiert waren ja alle schon, inclusive Maschinenliste mit “Schnäppchenpreisen.” Jedem Gesellschafter war mit der Einladung eine zugegangen. Die Augen glänzten. Dann durfte jeder der Reihe nach Fragen stellen und zustimmen oder nicht. Lief wunderbar, kaum Fragen und Zustimmung durch Handheben. Einer nach dem anderen. Bis “der Vertreter der Agros” an der Reihe war, ich glaube ich war Nummer 5 oder 6. Ich sagte “Nein” ihre “Marktanalyse” überzeugt uns nicht. Wir sehen keinen Bedarf an zwei Großraupen, die wohl um die 60 Tonnen wiegen und je 1,2Mio kosten sollen. Stille am Tisch, alle die nach AGROS dran waren stimmten mit nein. Kauf abgelehnt. Plötzlich fing Herwig an herumzudrucksen. Es stellte sich heraus, er hatte schon eine Anzahlung von einer halben Million geleistet, um sich das “Schnäppchen” zu sichern. Ja, das war astrein das Agros-Modell.

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Besonders befremdlich fand ich, dass die Zittauer Wasser und Kulturbau, eine hundertprozentige Tochter der KOS, noch mit alter DDR-Technik wie zum Beispiel einem “Zwiebelzieher” kämpfte, um die Mandau bei Mittelherwigsdorf auszubaggern. Aber die Dienstwagen waren top. Ich glaube man fuhr Nissan Patrol. Bei ZWK hätte meiner Meinung Geld in Arbeitsmaschinen investieren viel mehr Sinn ergeben. Die ausgemusterten Maschinen hätte man ja dann vermieten können und ab und zu mit neuem ergänzen. 

Das Traglufthallengeschäft

Auch bei einer anderen Zwischenbetrieblichen Einrichtung waren wir Gesellschafter. Nein ich nenne nicht den Namen. Wir hatten nämlich den Anteilspreis hochgehandelt, aber die Firma war nicht in der Lage diesen Preis allen Gesellschaftern zu zahlen, also musste das Geld aus einem anderen Grund fließen. Wir haben also als Agros eine nicht vorhandene Halle verkauft, damit waren die 400.000 gerechtfertigt, die wir zusätzlich zum regulären Anteilspreis bekamen. Immer wenn wir über den Deal sprachen redeten wir von der Traglufthalle, Lufthalle wäre ja etwas auffällig gewesen. Und so begann Frau Kothe verzweifelt die ihr unbekannte Immobilie in ihren Listen zu suchen. Endlich wurde sie fündig, auf dem Hasenberg stand eine Traglufthalle…

Bockhorns Erben

besaßen das Land worauf die Gaststätte der LPG “Einheit” nebst Heizhaus und Schornstein der Schweinemastanlage und ein großer Teil der Schweinemastanlage Schlegel standen. Familie Bockhorn trat immer zu zweit auf. Herr Bockhorn und Frau Bockhorn erschienen. Ich weiß nicht ob sie miteinander verheiratet oder Bruder und Schwester waren. Sie waren auf Wilfried Lucke nicht gut zu sprechen und so erfolgte immer als allererstes ein Bericht über Luckes Schandtaten. De facto hatte das Flurbereinigungsgesetz Bockhorns zum Besitzer aller auf ihrem Boden errichteten Immobilien gemacht, der Wert des Landes überwog den der ungenutzten Immobilien, die Schweinemastanlage durfte außerdem nicht mehr als Mastanlage genutzt werden und so war nur über die Entschädigung des Immobilieneigentümers zu verhandeln. Frau Bockhorn schien schon konkrete Pläne für die Gaststätte zu hegen. Tja, das Bockhorn-Geschäft hat uns damals der Schlegler Bürgermeister Rainer? Hartmann leicht übel genommen. Wusste er doch, dass Bockhorns den Schandfleck seines Dorfes, die Schweinemastanlage niemals würden abreißen und entsorgen können. Ich hoffe mal er hat irgend welche Fördermittel auftun können. Ich war lange nicht in Schlegel und weiß deswegen nicht, ob diese Perle des Grauens noch steht. Ich glaube dreitausend Schweine fanden darin Platz. Alles feinste DDR Plattenbauweise mit maroden Asbest Dächern. Auch Gaststätte, Bürogebäude und Bergehallen. Nur der Schornstein war gigantisch und massiv. Vielleicht 30 Meter hoch. Das war das überbewertete “Vermögen” der LPG “Einheit” Schlegel gewesen und ich hätte Lucke auch gehasst, wenn er mir dieses Monstrum auf mein Land gestellt hätte.  

Jürgen Kunack

Ein anderer Fall war Herr Kunack aus Schlegel, dem hatte die LPG zwei brauchbare Bergehallen neben den Hof gestellt. Er wollte aber nicht in die Agros und so war sein Ärger vorprogrammiert. Ich lernte ihn vor Gericht in Bautzen kennen. Unser Anwalt Herr Hennemann von Doerr&Rippert&Partner hatte mich gebeten mitzukommen. Herr Kunack hatte den Abriss der Betonstraße, die sein Land durchschnitt begonnen. Herr Kunack führte aus, die Straße brauche er nicht und die Hallen eigentlich auch nicht und außerdem würde die Straße seine Kühe daran hindern auf die Weiden hinter der Straße zu kommen. Zudem habe er lediglich Betonproben genommen um den baulichen Zustand der Straße zu prüfen. Nun schauten mich der Richter und Herr Hennemann erwartungsvoll an. Ich war also dran und keine Sau hatte mir gesagt was zu tun wäre. Also habe ich erstmal den baulichen Zustand als sehr gut geschildert, zudem sei die Straße wichtig für die Gemeinde Schlegel um die Dorfstraße von landwirtschaftlichem Verkehr zu entlasten. Hennemann lehnte sich entspannt zurück. Als ich dann noch hinzufügte, dass es noch nie ein Problem war mit Kühen über Betonstraßen zu kommen, weil man lediglich ein paar aushängbare Weidedrähte mit isoliertem Griffstück anbringen müsse, war Hennemann vollends begeistert. Herr Kunack meinte das sei ihm zu kompliziert, er bräuchte da wenigstens Drehschranken, ich dachte nur Idiot. Aber ich habe freundlich genickt und gesagt “meinetwegen Drehschranken.”  Er hat sie bis heute noch nicht und auch nicht angefordert. Drähte aushängen geht halt schneller und hat den selben Effekt. Nach der Verhandlung wurde Jürgen Kunack plötzlich zugänglicher. Seine “Vermögensauseinandersetzung” lief und auch die Hallen hat er bezahlt.

 


Lustiges am Rande:

Agros Agrarprodukte Aktiengesellschaft, Zittau

27.04.1993 – Heinz Warzecha, Woltersdorf ist nicht mehr Vorstandsmitglied. Karl-Heinz Bindel, Zittau, ist zum Vorstandsmitglied bestellt.
 

Bekanntmachungen

Handelsregisterbekanntmachung von 26.03.1993, veröffentlicht am 27.04.1993

Gerald Fontaine, Agrotechniker, Zittau, ist nicht mehr Vorstandsmitglied. Das bisher nicht eingetragene Vorstandsmitglied Heinz Warzecha, Woltersdorf Karl-Heinz Bindel, Zittau

 
Warzecha der Dauervorstand der Agros?

Quelle: Heinz Warzecha – CompanyHouse 

Sollte sich diese Anwaltskanzlei nicht lieber “Lügenbarone” nennen, oder hat Karl-Heinz Bindel nach seiner Inthronisierung irgendwann wieder den Heinz Warzecha mit ins Boot geholt? Ich weiß es nicht. Zu Karl Heinz Bindel findet man:

KOS

Handelsregister Veränderungen vom 28.02.2008
KOS GmbH Zittau Bürodienstleistungen und Autoverwertung, Zittau (Herwigsdorfer Str. 6, 02763 Zittau). Die Landhandel GmbH – Handel mit landwirtschaftlichen Versorgungsgütern mit dem Sitz in Zittau (Amtsgericht Dresden, HRB 3177) ist auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 01.02.2008 und des Beschlusses der Gesellschafterversammlung der übertragenden Gesellschaft vom selben Tag sowie des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom selben Tag mit der Gesellschaft im Wege der Aufnahme verschmolzen. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Den Gläubigern der an der Verschmelzung beteiligten Rechtsträgern ist, wenn sie binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem die Eintragung der Verschmelzung in das Register des Sitzes desjenigen Rechträgers, dessen Gläubiger sie sind, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekannt gemacht gilt, ihren Anspruch nach Grund und Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können. Dieses Recht steht den Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie glaubhaft machen, dass durch die Verschmelzung die Erfüllung der Forderung gefährdet wird.


Handelsregister Veränderungen vom 29.11.2007
KOS GmbH Zittau Bürodienstleistungen und Autoverwertung, Zittau (Herwigsdorfer Str. 6, 02763 Zittau). Prokura erloschen: Kahlert, Karl-Heinz, Großschönau.

Was aus einigen wurde…

Ehrenfried Zücker ist offenbar auf dem Altenteil gelandet. Volker Hartmann macht nun Geschäftsführer bei der “Miku” Oberseifersdorf. Vermutlich wird es bei Arnd Schröter in Sachen Altenteil ähnlich aussehen. 

Arnfried Schurig hat einen Unfall erlitten bevor er in die Selbständigkeit gehen konnte. Er schreibt zur Konkretisierung: Die “Sächsische Bauernsiedlung” war eine bereits liqidierte Gesellschaft des 3. Reiches. Es tauchten dann bei Verkäufen bzw. Erbauseinandersetzungen im Grundbuch eingetragene Rechte dieser Gesellschaft auf. Deshalb konnten die Umschreibungen erst erfolgen, wenn diese Einträge gelöscht waren. Nach Bitten eines Landwirtes habe ich die “Nachtragsliquidation” übernommen. Es handelte sich nicht um meine Gesellschaft. Meine geplante Selbständigkeit wurde durch einen schweren Autounfall 1998 schlagartig beendet. Ab Ende 2003 konnte ich wieder arbeiten gehen. Bis zu meinem Erreichen des Renteneintritts (April 2018) war ich in verschiedenen Funktionen bei einem Personaldienstleister beschäftigt.

Herr Schurig ist nun Rentner und vermietet eine Ferienwohnung. Tel. (035973) 2 62 18 Email: arnfried.schurig@gmx.de. 1 Ferienwohnung (28 qm) 2 Personen…

Karl-Heinz Bindel früher aus Zittau in Sachsen hat folgende Schule besucht: von 1955 bis 1965 2. POS Zittau – Parkschule (Grundschule) zeitgleich mit Christian Rönsch und weiteren Schülern. Nun ja Baujahr 1949, da ist er jetzt 73 falls er noch lebt…

Arnd Schröter und Andreas Kunze haben sich scheinbar der Jagd zugewandt (Stand 2010)

Norbert Niegsch haust jetzt schon seit 2004 bei mir im Invalidenturm zu Zittau. Da könnte ich über Carport Baumaßnahmen und andere Gartenabenteuer berichten. Karl-Heinz Bindel entgleisten 2004 oder 2005 die Gesichtszüge, als er uns zusammen bei einem Zittauer Stadtfest neben dem Riesenrad stehen sah.

Notar Volker Hofmann notiert noch, ich sah ihn 2019 in seinem Notariat.

VB 12 + Werkstatt Eckartsberg

Heinz Müller ist gestorben – Krebs, sein Nachbar Siegfried Franz, “Luderei” genannt, starb auch daran. Auch seinen Sohn Piero Müller hatte es erwischt. Eine seltsame Anhäufung von Fällen finde ich. Ehrhard Golleck, ebenfalls ein Nachbar, ist tot. Sein Sohn Thomas Golleck lebt noch mit der Mutter im Haus. 

Hartmut Suetovius ist dahingeschieden. Heiko Schubert “Agrohorn” betreut jetzt wohl die “Miku”-Biogasanlage. Gerold Lohrberg feierte vor drei Jahren seinen 60, Michael Arnd und Matthias Künstner waren auch da. Auch Andreas Steudtner (Pastor 6) erschien. Christian Michel und Norbert Schmal gibt es noch. Karl Altmann “Bruno” sah ich auch vor kurzem. 

Gerhard Anton müsste jetzt ungefähr 83 sein, falls er noch lebt.

 

 

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Über Gerald Fontaine 970 Artikel
In Anlehnung an Annalenas Lebenslauf: Gerald wurde in Zittau geboren. Er studierte zunächst an der Polytechnischen Oberschule 10 Jahre lang den glorreichen Sieg der Oktoberrevolution und die Vorzüge der Diktatur des Proletariats...... steckbrief-fuer-das-publikum Ja, das isses. Informatiker mit polnisch zuerkanntem Doktortitel, sozial engagiert, Journalist, Politiker, Jurist, Wirtschaftskapitän. Wählt mich! Ich hab die Haare schön. Auch zu finden bei Publikum

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