diesmal Frankfurt – wir trauern um Leo (8)

Free-Photos (CC0), Pixabay

Zunächst mein Beileid an die Familie des kleinen Leo und gute Besserung der Mutter. Hätte ich irgendwie auch von Frau Merkel erwartet, bevor sie sich via Hubschrauber am 29.7. 14:30 in den Urlaub nach Tirol verpisste. Aber noch nicht einmal zu dieser Phrase langte es.

Immerhin unterbrach Herr Seehofer seinen Urlaub, um am 30.7. zur Sicherheit zu konferieren. Der Plan von Horst Seehofer um Bahnhofsmorde durch Afrikaner zu verhindern ist kurz zusammengefasst: die Verschärfung des Kampfes gegen Rechtsradikale.

Täter

Der 40jährige muslimische Eritreer, welcher in Frankfurt den kleinen 8-jährigen Leo mit seiner Mutter vor den ICE “schubste” und auch noch eine 78-jährige Seniorin vor den Zug stoßen wollte, stammt aus der Schweiz. Dort wurde er seit 25.7. per nationalem Haftbefehl gesucht, weil er Frau und Kinder in sein Haus eingeschlossen und eine Nachbarin mit dem Messer bedroht und in ihr Haus eingesperrt hatte. Vorher soll es mit dem Mann niemals Probleme gegeben haben, er sei gut integriert gewesen, meinen Schweizer Behörden, welche psychische Probleme vermuten. 

Auf Seite 10 im Jahresbericht 2017 der SAH_Zuerich findet ihr die begeisterte Einschätzung von Habte A. zum Leben in der Schweiz

Huch da isser weg, das stand drin:

Habte A. freut sich schon jetzt auf sein 25-jähriges Betriebsjubiläum bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). Seit April hat er eine feste Anstellung in der Carrosseriewerkstatt. Bis zur Zusage für seine Traumstelle brauchte er viel Geduld und Durchhaltewillen. Nach seiner Flucht aus Eritrea im 2007 fasste Habte A. schnell Fuss in der Schweiz. Er lernte Deutsch, arbeitete fast sechs Jahre in einer Bauschlosserei und gründete eine Familie. Alles war gut. Dann gingen die Aufträge bei seinem Chef zurück und er verlor seine Arbeit. Trotz gutem Arbeitszeugnis und persönlichen Referenzen verlief die Stellensuche harzig. Ein Arbeitseinsatz bei den VBZ ebnete ihm den Weg zurück in die Berufswelt. Die Tür geöffnet hat ihm die Teilnahme am Angebot INTEGRO, der Stellenvermittlung für Erwerbslose. 

Sie sind jetzt elf Jahre hier. Was gefällt Ihnen an der Schweiz?

Fast alles. Am Anfang war es schwer wegen der Sprache und mit der Kommunikation. Aber jetzt nicht mehr. Mir gefällt, dass hier jeder Hilfe bekommt, egal ob er arm oder reich ist. Und jeder kann essen und die Existenz ist gesichert. Und die Schulbildung finde ich auch sehr gut. Hier ist die erste Welt.

Haben Sie einen Beruf gelernt?

Den Grossteil meines Lebens habe ich mit Metall gearbeitet. Metall ist Metall, aber die Technik war in Eritrea ganz anders. Dort habe ich die Arbeiten gelernt, indem ich sie gemacht habe, zum Beispiel Schweissen. In Eritrea zählt die Erfahrung. Man braucht nicht für alles ein Diplom.

Wo haben Sie vorher in der Schweiz gearbeitet?

Ich habe für einen Bauschlosser in Aarau gearbeitet und dort viel über die Techniken gelernt, die man in der Schweiz anwendet. Mein Chef war selbständig und hat von anderen Metallbauern Aufträge übernommen. Am Ende hatten wir aber immer weniger Arbeit und dann habe ich die Stelle verloren.

Wie sind Sie zu INTEGRO gekommen?

Zuerst war ich beim RAV, aber ich habe keine Stelle gefunden. Deshalb hat mich meine Sozialberaterin hier angemeldet. Im Januar 2017 hatte ich ein erstes Gespräch mit meinem Job Coach Frau Schlegel. Sie hat mir den Einsatzplatz bei den VBZ gesucht und nach einem Vorstellungsgespräch konnte ich im März beginnen.

Wie verlief Ihr Arbeitseinsatz?

Ich habe schnell gemerkt, dass der Einsatz bei den VBZ eine grosse Chance ist, obwohl ich nicht wusste, ob ich eine feste Anstellung bekomme. Von Anfang an habe ich mich willkommen gefühlt. Ich habe viel gelernt und konnte auch einen Schweisskurs besuchen. An einem Tag pro Woche habe ich im SAH Zürich Bewerbungen geschrieben. Der Einsatz wurde dann immer wieder verlängert. Das war belastend, aber ich habe mich jedes Mal entschieden weiter zu machen.

Was hat Sie motiviert, nicht aufzugeben?

Mich hat die Hoffnung angetrieben. Mein Chef war von Anfang an zufrieden und die Fairness bei den VBZ und meinen Kollegen waren mein Lohn. Ich wusste lange nicht, ob ich übernommen werde. Ich habe einfach normal gearbeitet, so wie die anderen Mitarbeitenden, die ihr Geld verdienen.

Was für Aufgaben haben Sie bei den VBZ?

Ich beginne morgens gegen halb sieben und schaue erst mal auf den Plan. Dort steht, was zu tun ist. Ich mache hauptsächlich Revisionen, Montage und Demontage. Man arbeitet immer im Team. Am Abend fülle ich eine Liste aus, was fertig ist und was nicht. Um 16.00 Uhr ist meistens Feierabend.

Wie ist es zu Ihrer Festanstellung gekommen?

Ich habe gearbeitet und gearbeitet. Ich habe meinen Chef gefragt, ob es eine Möglichkeit zum Bleiben gibt. Es war mein Ziel, eine solche Stelle zu bekommen. Im November hat Herr Greminger zu mir gesagt: «Ich freue mich, ab April kannst du für immer bleiben.» Zuerst habe ich mich einfach nur gefreut. Dann habe ich Frau Schlegel angerufen. Ich musste noch einen Gesundheitscheck machen und dann war es wirklich definitiv.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Privat wünsche ich mir, dass meine drei Kinder ein besseres und leichteres Leben haben als ich. Bei der Arbeit haben mir die VBZ eine Chance gegeben und ich möchte diese nutzen. Es wäre schön, wenn ich in 25 Jahren noch hier bin.

 

ÖRR

Ziemlich komisch fand ich am 29.7. die Berichterstattung von ARD und ZDF.  Schamhaft wurde die gegen 11:00 Uhr bekannte Tatsache, dass der Mord wieder mal die Tat eines muslimischen Migranten war selbst gegen 14:00 Uhr in ZDF und ARD verschwiegen. Die Tagesschau um 20:00 berichtete verschämt in einem 35-sekündigen Kurzbeitrag über einen Mann

Ein Mann

“Ein Mann” oder “Gruppe von Männern/ Jugendlichen” ist das neue Synonym für “Täter mit Migrationshintergrund”.  Später am Abend gegen 22:00 Uhr gab es dann den unvermeidlichen “EXPERTEN” um das ganze zu relativieren und schön zu reden.

Apropos Einmann: https://osthollandia.com/2019/07/30/wer-haette-das-ahnen-koennen/

Voerde

Nun gab es neun Tage vorher ja schon den Zugstoßer im niederrheinischen Bahnhof Voerde, welcher Sonnabend den 22.7. gegen 8:45 bei der Einfahrt des Regionalzugs nach Oberhausen zuschlug.

Der 28-jährige mutmaßliche Täter, “ein in Deutschland geborener polizeibekannter Serbe”, eigentlich ein muslimischer Kosovare und sein 34-jähriges Opfer kannten sich laut Polizei nicht. Der Täter soll sich der Frau wortlos von hinten genähert haben, um sie dann vor den Zug zu stoßen. Vorher hatte es nach Angaben der Ermittler auch keinerlei Streit zwischen dem mutmaßlichen Mörder und dem Opfer gegeben. 

Zu diesem Fall meinte ein unvermeidlicher “EXPERTE” man solle sich möglichst weit weg von der Bahnsteigkante und möglichst immer mit dem Rücken zur Wand stellen, sonst sei so etwas nicht zu verhindern.

Fazit: Wir sollten die Bahnhöfe umbauen, damit jeder mit dem Rücken zur Mauer stehen kann oder so. Auch an Ampeln werden wir jetzt Fußgängerschubsschutzmauern errichten, für unsere mordlustige, bunte offene Gesellschaft. 

Inzwischen meidet man Bahnhöfe, öffentliche Parkanlagen und Plätze, Freibäder, nächtliche Spaziergänge und diverse, als no go Area bezeichnete, Stadtviertel. Aber alles ist bestens im sichersten Deutschland aller Zeiten. Beim vor Züge gestossen werden handelt es sich laut einem “EXPERTEN” um extrem seltene Einzelfälle.

Apropos Einzelfälle, man braucht gar nicht mehr suchen, alle Tage wieder…

03.08 nach Stuttgart – AfD fordert Messerverbot für Migranten

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.