Lügenpresse – Lückenpresse. We fucked it up! Again! – oder der Untergang des echten Qualitätsjournalismus

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freie-presse.net - Pegida Frankfurt - rechts am Banner: Stefan Jagsch (NPD) CC BY 2.0 Flickr.com

Lügenpresse – Hetzjagten

Die Berichterstattung über die Verwendung des Begriffes “Hetzjagden” für die erste Demo in Chemnitz ist meiner Meinung nach ein Musterbeispiel, wie wir Journalisten das Vertrauen der Bevölkerung verspielen. Der Ablauf ist geradezu klassisch.

1) Die Regierung macht einen (in diesem Fall kommunikativen) Fehler.

2) Der Fehler wird von regionalen Medien sauber dokumentiert und verantwortungsvoll eingeordnet (https://www.freiepresse.de/chemnitz/chemnitz-darum-sprechen-wir-nicht-von-hetzjagd-artikel10299149 …)

3) Wir Überregionalen pennen oder wollen es uns nicht mit Regierung verscherzen

4) Die AfD skandalisiert, was wir hätten berichten sollen und rührt Falschbehauptungen hinein.

5) Leitmedien wachen auf und berichten: “Die AfD sagt…”

6) Leute fragen sich: Hat AfD recht?

Kurz: We fucked it up! Again!

Robin Alexander (Welt-Gruppe) via Twitter

Die Regierung macht einen kommunikativen Fehler…

Interessant, die überregionale Presse (Welt-Gruppe) benötigt also die Regierung, um zu erfahren, was in Chemnitz vor sich geht. Deswegen schreiben alle fröhlich den “kommunikativen Fehler” in ihre Lügenpresse oder Lückenpresse.

Danach können die Wurschtblätter den Fehler aus Angst vor der Regierung nicht richtigstellen. Obwohl  die Journalisten erkennen, dass Seibert und Merkel gelogen haben, als sie “Hetzjagden” bestätigten, hat keiner den Mut eine Richtigstellung zu drucken.

Verdammt gut zurechtgebogen Herr Alexander. Der Polizeibericht der Polizei Sachsen ist via Internet zugänglich, auch die Dresdner Staatsanwaltschaft beantwortet Presseanfragen. Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft sprachen je von “Hetzjagden” oder konnten “Hetzjagden” bestätigen.

Nur ein einziges aus dubiosen Quellen stammendes Videoschnipsel (“Du bleibst hier Hase”) zeigt so etwas wie eine Verfolgung. Und wie Sie richtig erkannt haben, hätte man nur die Freie Presse Chemnitz bemühen müssen.

 

Leute fragen sich: Hat AfD recht?

Das passiert zwar unter anderem auch, aber das ist nicht das wichtigste. Die sogenannten Leitmedien haben auch bei anderen Themen wie zum Beispiel Syrien, Weißhelme, Skripal, Ukraine (Maidan), nur um ein paar zu nennen, in der Berichterstattung versagt. (Vermutlich haben Frau Merkel und Frau Nahles unter Mitwirkung von Herrn Seibert die Texte diktiert…)

Dadurch schwindet das Vertrauen in die Presse und alternative Quellen bekommen größeren Einfluß. Nur sind dort die Inhalte oft noch realitätsferner, aber jeder kann glücklich in seiner Blase leben.

Auch Sputnik und RT-Deutsch verzapfen nicht so viel offensichtliche Enten wie deutsche Leitmedien, und so wird auch Putin seinen Einfluss ausweiten können. Ich finde es traurig, dass niemand mehr in der Lage ist, sich durch kurzes Überfliegen der Headlines eine Meinung zu bilden, die weitgehend der Realität entspricht.

 

Leitmedien wachen auf und berichten: “Die AfD sagt…”

Keine Ahnung was Herr Alexander damit sagen will. Ich habe nur festgestellt, dass einige Online Beiträge in einigen Leitmedien im Nachhinein etwas umgeschrieben wurden. Natürlich ohne großartig darauf aufmerksam zu machen.

Eine Headline wie “Entschuldigung wir berichteten am Montag fälschlicherweise” habe ich vor dem 6.9. nirgendwo gesehen. Allerdings wäre genau so ein Vorgehen eine verdammt gute Idee gewesen. Auch in der “Skripal-Affäre” Vermutungen, Behauptungen, Spekulation – Fakten Fehlanzeige. Richtigstellung – wir doch nicht! Aussitzen. So bleibt der Eindruck Lügenpresse.

Natürlich gab´s eine derartige Headline auch nicht, als z.B. Monitor Jahre nach dem angeblich von Janukowitsch angeordneten “Blutbad auf dem Maidan” gut recherchiert berichtete, dass nicht Janukowitsch der Verantwortliche war, sondern eher die Gegenseite. Vielleicht hat sogar die in die Facebook Affäre verwickelte SCL-Group am Blutbad mitgewirkt. 

 Im Mai 2015 erhielt SCL Defence, eine weitere Tochtergesellschaft der Dachorganisation, 1 Mio. CAD für die Unterstützung der NATO-Operationen in Osteuropa gegen Russland.  

Quelle: http://bellacaledonia.org.uk/2018/03/20/scl-a-very-british-coup/

Übrigens vermisse ich in der heutigen Welt ein Statement von Robin Alexander, in dem er Seiberts und Merkels Falschinformation thematisiert – Angst? Oder habe ich das übersehen?

 

We fucked it up! Again!

Schöne Analyse, und wie oft soll das noch so weitergehen? Lügenpresse ist zwar (noch) etwas übertrieben. Ich hoffe schon im Interesse der Demokratie, dass sich die sogenannten Leitmedien ganz schnell auf frühere Tugenden besinnen.

Eigene Recherche, gegenseitiges Hinterfragen, Veröffentlichung von Fakten und nicht von Vermutungen, und hört auf den Leuten zu sagen, was sie denken sollen. Ihr seid dazu da auf Missstände aufmerksam zu machen. Denken kann jeder selbst. Und schreibt auch unangenehme Wahrheiten!


Quelle: watson

T-online und watson am 6.9.

Respekt, T-Online räumt heute am 6.9. Fehler bei der Chemnitz Berichterstattung ein. Es besteht also noch Hoffnung.

Wir bezeichneten ein Foto von einem der Hitlergruß-Zeiger als Fotomontage. Das ist falsch. Nachdem wir das vorliegende Material sowie weitere Aufnahmen noch einmal genauer geprüft haben, sind wir zu dem Schluss gekommen: Auf der Hand des abgebildeten Demonstranten sind tatsächlich die Schriftzeichen “RAF” zu erkennen.”

Quelle: https://www.t-online.de

Auch watson hat sich zu dem Fehler bekannt und schreibt:

Wir bezeichneten ein Bild als Fotomontage, auf dem ein RAF-Tattoo zu sehen ist, und zwar auf der Hand eines Mannes, der einen Hitlergruß zeigt. Wir hielten dabei das RAF-Tattoo für nicht echt.

Das ist falsch.

Nachdem wir das vorliegende Material sowie weitere Aufnahmen noch einmal genauer geprüft haben, sind wir zu dem Schluss gekommen: Auf der Hand des abgebildeten Demonstranten sind tatsächlich die Schriftzeichen “RAF” zu erkennen. Wir haben deshalb den Inhalt des Original-Artikels gelöscht, der unter diesem Link zu finden war.

Quelle: watson.de

Natürlich ist damit nicht gesagt, dass der Betreffende ein eingeschleuster Provokateur war, schließlich kann sich jeder “RAF” auf die Hand malen, und es ist nicht ausgeschlossen, dass RAF-Sympatisanten später mal zu Nazi´s mutieren.

Die sächsische Polizei hat bisher keine Erkenntnisse, dass es sich bei den insgesamt fünf Nazigrüßern in irgendeinem Fall um einen Provokateur gehandelt hat.


Qualitätsmedien

Die davon laufenden jungen Araber, hatten 5 Sekunden vor dem Video sich mit "Sackfassen, Flaschen werfend drohend und…

Gepostet von Lars Franke am Donnerstag, 6. September 2018

Lügenpresse – das Schmähwort von Pegida und AfD scheint doch einiges an Wahrheitsgehalt aufzuweisen, so sind mir in letzter Zeit einige Dinge untergekommen, welche ich für überprüfenswert halte, wie zum Beispiel dieses Video:

Hier gibt es dann noch eine Petition von mehr als 31.000 US-Wissenschaftlern. Auch der deutschsprachige Raum hat einige Skeptiker zu bieten. Wenn man uns schon den “Klimawandel” als absolute Tatsache serviert, wie viele Unwahrheiten mögen da noch in den angeblich so seriösen “Qualitätsmedien” versteckt sein?

Insbesondere fällt auf, dass alle eine einheitliche Linie fahren, keiner hinterfragt mehr Veröffentlichungen des anderen, das zeigt sich ja im Fall der neuen Skripal Ente mal wieder deutlich.

Mit der allgemeinen Vorstellung von unabhängiger Presse als Wahrer der Demokratie hat das wahrlich nicht mehr viel zu tun. Warum unsere Öffentlich rechtlichen kritiklos und tendenziös wirken erklärt sich vielleicht daraus:

ARD und ZDF: Die Verstrickung von Politik und öffentlich-rechtlichen Medien

Dem ist nichts hinzuzufügen

Quelle: twitter

Die Öffentlich Rechtlichen

„Staat und Parteien sind wesentlicher Bestandteil des politischen Gemeinwesens mit eigenen Erfahrungen und Ansichten. Ihre Angehörigen können deshalb in begrenzter Anzahl auch in den Aufsichtsgremien (des ÖRR Anm.d.Red.) vertreten sein. Verfassungsrechtlich gefordert ist keine völlige Staatsfreiheit, sondern allein eine numerisch konsequent begrenzte Staatsferne. Dieses Gebot der Staatsferne verlangt, dass in den Gremien und ihren Ausschüssen jedem staatlichen oder staatsnahen Mitglied zumindest zwei staatsferne Mitglieder gegenüber stehen, das heißt ihr Anteil ist auf ein Drittel der gesetzlichen Mitgliederzahl zu begrenzen.“

aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Was auffällt ist, dass man versucht den Beiträgen den gewissen “Touch” mitzugeben. 

https://youtu.be/zS2VBprecn0 ungefähr bei 2:38 wurde eine kurze Szene von Montag in den Beitrag rein geschnitten um die Gewalttätigkeit zu betonen. Seriös ist anders. Am nächsten Tag folgte dann die kurze Entschuldigung bei 3:04, “Wir haben irrtümlich gestern in den Tagesthemen auch Bilder vom Montag verwendet…” Nur wer hat das gesehen?  https://youtu.be/y2cOvwMFvIw

„Bei der Berichterstattung über die Kundgebungen in Chemnitz in den „tagesthemen“ gestern haben wir irrtümlich auch Bilder von der Demonstration am vergangenen Montag verwendet ohne dies kenntlich zu machen. Wir bitten dies zu entschuldigen.“

Caren Miosga

Naja, wenn das die einzige Verfehlung wäre, könnte man das verzeihen. Dumm ist nur das auffallend unausgewogen, parteiisch und manipulativ berichtet wird. Gerade bei gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien erwarte ich eine ausgewogene politisch neutrale und gut recherchierte Berichterstattung. 

Das was jetzt geboten wird hat sich die Bezeichnung Systemmedien wahrlich verdient. Kein Scheiß besser als die Aktuelle Kamera.


“Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.” – Friedrich Nietzsche

Am 27. August 2018 hat Regierungssprecher Steffen Seibert die Ereignisse in Chemnitz mit den folgenden Worten kommentiert: „Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft, oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin”. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Folgetag in einem Interview überdies erklärt: “Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, dass es Zusammenrottungen gab, dass es Hass auf der Straße gab, und das hat mit unserem Rechtsstaat nichts zu tun”. Bekanntlich waren diese Aussagen politisch folgenreich….

Unterzeichnen auch Sie diese Petition: „Frau Bundeskanzler, bitte belegen Sie ihre Behauptungen!“

Dr. habil. Heike Diefenbach
Michael Klein, M.A.
Werner J. Patzelt


Wie sehr vertrauen Sie der Presse?

Vollkommen 2,5%
Relativ stark 32,9%
Weiß nicht 10,2%
Relativ schwach 31,5%
Gar nicht 22,9%

Aus einer civey Umfrage bei Sächsische Zeitung mit bisher 122.000 Teilnehmern.

Umfragedaten
2,5% Statistischer Fehler
121.970 Teilnehmer
5.106 Stichprobengröße
22.12.2017 – 8.9.2018 Befragungszeit
Qualität Hoch


Was ich mir eigentlich von deutschen Medien gewünscht hätte…

https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2018-36/artikel/sachsen-die-weltwoche-ausgabe-36-2018.html

Unaufgeregte und sachliche Berichterstattung bei RT Deutsch.


Die Freunde aus Großbritannien legen bei der Skripal-Story nach…

Zeitgleich auf die Sekunde, siehe Zeitstempel, stürmten die Attentäter durch die gleiche Schleuse und trafen sich dort nicht… Quelle: https://www.craigmurray.org.uk

Großbritannien, baut also weiter an der Skripal Story. Vermutlich gehts bald weiter in der Ukraine oder Syrien. Man muss die bösen Russen doch irgendwie bestrafen.

Per europäischem Haftbefehl werden die oben abgebildeten “vermutlichen” Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes Alexander Petrov und Ruslan Boshirov nun gesucht. Allerdings beweist der identische Zeitstempel schon mal, dass hier schlampig manipuliert wurde. Ausführlicher beschäftige ich mich mit dem Thema in meinem Beitrag https://invalidenturm.eu/2018/07/von-der-insel-nix-neues-skripal/

Unsere deutschen “Qualitätsmedien” haben den Vorgang natürlich wie immer ungeprüft als Wahrheit übernommen und berichten nun: 

Tagesschau

Der Tagesschau scheint das Problem mit dem Zeitstempel bewusst zu sein, man beachte, wie geschickt beim 2.Bild vermieden wurde den Zeitstempel mit zu zeigen.

 

 

Andere

Fall Skripal: Britische Polizei sucht per Haftbefehl nach zwei Russen …

Chronik im Fall Skripal: So gingen die russischen Agenten vor – n-tv.de

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