Shopping-Stress und die Begleiterscheinungen

(c) Norbert Zerr

Ich bin noch mit dem Tante-Emma-Laden aufgewachsen. Es gab zwar kaum etwas, besser gesagt die Auswahl war bescheiden. Trotzdem haben wir haben überlebt und sind nicht verhungert.

Ich weiß, die Welt hat sich verändert. Man muss nach vorne schauen. Ach so, ja mach ich immer, vor allem beim Laufen. Manchmal schaue nach hinten, bleibe dann aber besser stehen.

Irgendwie war ja alles okay. Über den Seuchenwahnsinn will ich mich nicht groß meinungsmäßig auslassen. Nur so viel, beim Shoppen (früher nannte man das Einkaufen) war es immer schön. Normalerweise tobten dann die Männer mit ihren Frauen. Ewig in einem Geschäft und so weiter. So etwas kenne ich gar nicht.

Das war einmal

Einkaufsbummel und Begleiterscheinungen

Wie nennt man den heute den Einkaufsbummel (Einlaufbummel?!)? Egal. Ehrlich gesagt, mache ich gern, bummeln und einkaufen. Meine Frau durchstöbert sämtliche Boutiquen, alles ohne Stress. Ich zieh mir meist eine ungesunde Wurst rein, was mein Frau nicht mag oder halte mich ewig in Buchhandlungen auf. Oder wenn wir nach Konstanz fahren. Sie hält sich stundenlang im großen Einkaufszentrum auf und ich lege mich auch mal ins Auto und penne. Oder schaue im Gitarrenladen vorbei oder umziehen und am See herumlaufen.

Wenn wir uns wieder treffen, ein Lächeln meiner großen Liebe. Ich habe mir das und das zurücklegen lassen.

Gefällt dir das? Frag doch nicht, ich habe eh keine Ahnung. Alles gefällt mir an dir. Hast du auch was gefunden? Ja, hier im Vorbeigehen ein Shirt. Meine Frau weiß genau, wie ich einkaufe. Hose, Hemd passt, notwendig, dann kaufen.

Willst du dich nicht mal beraten lassen? Sie meint es ja gut. Ach, Schatz, von wem? Selbst, wenn die Hose oder das Hemd noch so beschissen aussehen. Die Beratungsdamen (meist Frauen, noch) machen aus allem ein Lifestyle-Outfit.

Meine Frau kann kaufen was sie will. Während ich andere Männer herummotzen höre, gibt es das bei mir wirklich nicht. Ich sag ihr immer, du weißt selbst was wir uns leisten können. Entscheide also was du gern haben willst. Absolut verantwortungsvoll, wie sie das macht.

Einmal in Villach, tolle Fußgängerzone. Sie sah eine sehr teure Tasche, wunderschön. Kauf sie. Nein, das ist doch etwas teuer. Ach, egal. Wir kommen so schnell, wenn überhaupt, nicht mehr nach Villach. Nein, komm lass. Es war Samstag. Am Montag war die Rückfahrt. Ich gehe immer laufen, immer. Meist schon morgens um sechs, wenn sie noch schläft und sich wohlverdient ausruht. Dann um 08.30 Uhr das genüssliche gemeinsame Frühstück. Ich fotografierte früh morgens dann am Sonntag die Tasche und Daten. Zuhause nahm ich Kontakt mit dem Geschäft auf. Nette Leute, klar schicken wir die Tasche.

Berechnen Sie natürlich auch das Porto. Ah geh, zu wos, des mochma so.

Das war eine Freude als die Tasche kam. Und erst die Erinnerungen die mit der schicken ausgefallenen Umhängetasche verbunden sind.

Gern auch ausgefallen (Shopping in Innsbruck)

Natürlich trinken wir auch gern einen Kaffee. Ich weniger, aber meine Frau unbedingt. Dann beobachtet man so die Leute, oder nein es sind ja die Menschen.

…….oder Oberammergau

Ich interessiert nebenbei auch für alles mögliche, auch für die vielen Geschlechter oder was man daraus gemacht hat. Ich bin ein Mann, mit allem zufrieden. Oft denke ich über meine Fehler nach. Warum habe ich hier und da nicht mein Maul gehalten. Was will ich jetzt damit sagen?

Wenn ich mir diese Geschlechtsgenossen anschaue, was das zum Teil für Trottel geworden sind. Sind das noch Männer? Und erst die Frauen. Nein, ich denke dabei zum Beispiel nicht an die aufgeschreckte FFF-GT-Göre, sondern an ihre Ableger wie diese Neubauer. Für mich eine Erklärung, warum es plötzlich so viele Schwule gibt. Ich habe mir viel im Leben versaut, weil ich nie so ein unterwürfiger Trottel sein wollte. Und, wollen die Frauen wirklich solche Weicheier, die eigentlich keine Männer mehr sind, sondern schon Frauen und sich selbst heiraten könnten. Wollen das die Frauen? Ist diese Welt mittlerweile dermaßen durchgeknallt!

Vierzig Jahre bin ich mit meiner Frau verheiratet. Das Shoppen habe ich erst mit ihr richtig gelernt und wusste es zu genießen. Ich liebe Motorräder und den Rock der alten Schule. Meine Frau Schlager. Auf CDs und derartiges legt sie keinen Wert, also beim Shoppen ausgeklammert.

So hat es angefangen

Wie oft wurde sie vor mir gewarnt. Selbst ihr Vater hat nichts unversucht gelassen, damit wir uns trennen. Ich hatte schon immer meinen Kopf. Ich habe mit ihr viele Abenteuer erlebt. Mit dem Opel Ascona durch Montenegro. Auf jugoslawischen Märkten herumgetrieben und unsinnigen Mist gekauft.

…..wieder einen Schritt weiter (damals lange Jahre bei mir staatlich geförderte Klamotten-dafür wurden die Shops Kleiderkammer genannt).

…kurzer Stop in Belgrad bei Freunden, dann weiter nach Montenegro (Anfang der 1980er Jahre).

Ach ja, noch etwas zu meiner Frau. Das beste was mir im Leben passiert ist. Ja, gerade, wenn ich so in den „ehemaligen“ Shoppingmeilen herumgaffe, sehe ich auch schöne und attraktive Frauen. Ich würde keine einzige gegen meine Frau eintauschen. Ich war viel alleine unterwegs, beruflich, auf Motorradtouren oder sonst wie. Nie gab es einen Tag wo wir nicht telefoniert haben. Und immer absolutes Vertrauen. Ich würde für sie nicht nur die Hand ins Feuer legen. Abenteuer mit dem Motorrad, ja, aber mit einer anderen Frau, nein.

Ja, so etwas funktioniert noch, eine abgöttische Liebe, auch beim Shoppen.

Abartiger Zeitenwandel

Ja, ich mache mir Gedanken über die Weltseuche. Und wenn es nur die eigenen sind. Ich würde dieses Horror-Virus nie verharmlosen. Die größte Sorge und Angst bereitet mir allerdings das Krisenmanagement und wie leicht man die Menschheit abrichten kann. Nichts gegen Vorsichts- und Schutzmaßnahmen.

Aber wo liegt oft der der Sinn darin? Einkaufswagen für den Abstand? Die Karre steht dann im Weg herum und die verantwortungsvollen Menschen (Leitbild der Grünen – Menschen aus unserem Land das einmal einen Namen hatte), drängen sich um die Gefriertruhen oder die Regale. Die Abstandshalter stehen blöd in der Gegend herum. Wenn der Einkaufswagen zweckmäßig eingesetzt okay. Aber für ein Shampoo oder andere Kleinigkeiten, wo der Mensch früher in einen Karton steckte, den er aus einem Regal holte?

Dann die Kaffeefilter im Gesicht. Wie sollen wir uns verhalten und was sagen die Experten der Kanzlerin?

http://docs.dpaq.de/17532-offener_brief_aerosolwissenschaftler.pdf

Ich weiß es wirklich nicht mehr. Es macht keinen Spaß mehr. Auch meine Frau will nicht mehr, das machen was einmal ihre größte Freude war.

Also zurückziehen und den Einkaufsbummel mit dem PC ausführen; grauenhaft. Wenn es wenigstens wieder Märkte gäbe. Ich habe doch den offenen Brief, der sich jederzeit öffnen lässt richtig verstanden. Draußen ist alles okay.

Online, wenn es nicht sein muss, aber jetzt muss es leider sein. Besser gesagt wir werden dazu gezwungen.

Nun ein Online-Erlebnis, stellvertretend für derartige Einkaufsaktionen, hier beim Media Markt. Der Wahnsinn tobt heute überall, ob in der Arztpraxis, am Arbeitsplatz oder sonst wo. Wohin wird das noch führen?

Alles nur noch verrückt oder die Welt wird weiter zum Irrenhaus umfunktioniert.


Dieser Beitrag erschien zuerst am 15.05.21 unter dem Titel Shopping-Stress und die Begleiterscheinungen – von nzerr auf fischundfleisch.com. Hier geht es dann mit Norberts Online Einkaufsabenteuern weiter.

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