Neues von den Abgas Affen

Abgas Affen

Keine Sorge, ich meine nicht diese unsägliche Studie, welche 2013, 14 oder 15 von der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) in Auftrag gegeben wurde, und von der die Konzernchefs von VW, Daimler, Bosch und BMW, welche die EUGT finanzierten, natürlich wieder mal nix gewusst haben.

In besagter Studie wurden vermutlich 2014 zwei Affengruppen mit einem alten Ford Bj.99 und einem neuen VW Beetle (damals wohl Euro5 mit kreativer Abschaltvorrichtung) Diesel bequalmt, nur das Ergebnis hatte nicht gepasst, ich glaube den Affen am alten Ford Diesel ging es hinterher besser… 

Was für ein Chaos muss bei VW in der Führungsebene herrschen, keiner weiß was läuft und Untergebene oder zwischenbetriebliche Lobbyorganisationen machen einfach was sie wollen. Wie Bild meldete durfte der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg den Abschied nehmen, weil er 2013! von den Versuchen welche 2015! stattgefunden haben sollen, gewußt hatte. Bild schreibt:

Spätestens seit Mai 2013 wusste Steg von den Versuchen. Beim Plan für einen Abgasversuch mit Menschen hatte er noch widersprochen, beim Versuchsaufbau mit den Tieren aber nicht.

einige Zeilen tiefer dann:

Die EUGT, eine Forschervereinigung der deutschen Autobauer VW, BMW und Daimler hatte im Mai 2015 zehn Affen bis zur vier Stunden Diesel-Abgase einatmen lassen. 

Verdammt widersprüchlich. Auch Daimler hat ein erstes Menschenopfer gefunden, Udo Hartmann, hatte den Autobauer im Vorstand der Lobbyorganisation EUGT vertreten. Er werde mit sofortiger Wirkung freigestellt, teilte Daimler am 31.1.18 mit.

Aber inzwischen dürfte nun auch klar sein, wen ich eigentlich mit Abgas Affen meine – richtig unsere untätige Bundesregierung b.z.w. die alte neue GroKo, falls sie überhaupt kommt.

Mutti hat ja schon in der letzten Legislaturperiode gezeigt, dass sie eine Abgaskrise gemeinsam mit CSU und SPD in enger Zusammenarbeit mit den Verursachern der Krise souverän meistert, und natürlich zeigen auch nun wieder alle Empörung und haben wieder mal einen Diesel-Abgas-Affen Gipfel geplant…

 

Drohen in Zittau Fahrverbote

Am 22. Februar 2018 wird das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig ein Grundsatzurteil, ob eine Kommune Fahrverbote wegen Stickoxydbelastung verhängen darf, fällen, auch die EU macht Druck und hat am 30. Januar Frau Hendricks wegen der dreckigen Luft eine Frist für Nachbesserungen bis 8. Februar gesetzt, danach kann sich die Bundesregierung wegen der Luft in einigen Städten auf juristische Sanktionen aus Brüssel einstellen.

 

Luftkurort Zittau

Auch die Zittauer Luftwerte sind, mit 26 Tagen an denen im Jahr 2017 der Grenzwert für Feinstaub (PM10) überschritten wurde, nicht berauschend.

Damit ist Zittau 2017 der Spitzenreiter in Sachen Grenzwertüberschreitung in Sachsen. Im deutschlandweiten Vergleich kommt Zittau auf Platz 7. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie begründet das wie folgt:

Durch Abriss- und Bauarbeiten in unmittelbarer Umgebung der Messstation Zittau-Ost sind erhöhten PM10-Konzentrationen seit August 2017 an Werktagen möglich. Diese erhöhten Konzentrationen treten nur lokal auf und widerspiegeln nicht das PM10-Konzentrationsniveau im städtischen Hintergrund von Zittau.

Ich habe selten so gelacht, wo bitte finden denn in Zittau Ost – Brückenstraße 12 Abrissarbeiten in nennenswertem Umfang statt?

Brückenstraße 12 die Zittauer Luftmessstation - Quelle Google
Quelle: Google, Satellitenansicht Zittau Brückenstraße 12, der Standort der Zittauer Luftmessstation.

Komisch nur, daß diese Theorie nicht einfach durch eine 2. Messstation, vielleicht am Zittauer Stadtring, gegen geprüft wird.  Als Ursachen kämen nämlich auch Kraftwerk Turov oder eben der Verkehr in Frage.

 

Fahrverbot

Nach dem das Bundesverwaltungsgericht nun entschieden hat sind Fahrverbote legitim, und so kommen möglicherweise in nächster Zeit auch Fahrverbote für Diesel-KFZ in einigen deutschen Städten auf uns zu. Natürlich ist es mömentan schwer dreckige Diesel von anderen KfZ zu unterscheiden… 

Auch in Zittau wäre zu klären woher die hohe Feinstaubbelastung stammt, Immerhin erscheint die Aussage “Durch Abriss- und Bauarbeiten in unmittelbarer Umgebung der Messstation…” arg fadenscheinig. Wichtig wäre also Ursachenforschung.

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