Bienensterben oder Bauernsterben?

esiul (CC0), Pixabay

Hurra, in Bayern wurde ein großer Sieg errungen…

Es ist zwar wissenschaftlich nicht recht klar, was für den Rückgang der Insektenpopulationen in Deutschland die wirklichen Ursachen sind. Faktoren in der Landwirtschaft sind sicherlich Neonikotinoide (seit diesem Jahr EU-weit wie alle bienenschädlichen Pflanzenschutzmittel bei Freilandanbau verboten), Großflächenwirtschaft, Energiepflanzenanbau, Reduzierung konventioneller Weideflächen. 

Ich weiß nicht ob Euch klar ist, dass der größte Teil der Milchkühe in Deutschland nicht mehr auf der Weide steht, sondern das Kraftfutter in den Stall geliefert bekommt und diesen Stall erst dann verlässt, wenn die Fahrt zum Schlachthof geht. Die Kuhscheiße wird in Güllebecken gesammelt und mit Energiepflanzen zu Biogas vergoren. So fehlt dann natürlich der Kuhfladen auf der Weide. Viehweiden mit gemischten Pflanzenbeständen und Blühpflanzen sind eh nicht mehr in, seit die Grünen die nachhaltigen Energiepflanzen und die wundersame Geldvermehrung dank Förderung entdeckt haben…

Allerdings sollte sich auch jeder Grundstücksbesitzer an die eigene Nase fassen, vielleicht brächte es viel mehr, wenn man Unkrautbekämpfungsmittel und Rasenmäher verbietet, Laubbläser sowieso.

Bienensterben

Beim Bienensterben weiß man immerhin woran es liegt. Überzüchtung und der Befall mit der Varroamilbe sind die Hauptursachen. Und es ist eher ein wirtschaftlicher Faktor, der zur Vergrößerung oder Verkleinerung der Bienenbestände führt. Wenn Honig besser bezahlt wird, gibt´s auch mehr Bienen – versprochen

Aber in Bayern haben es die Grünen und die SPD klar verortet. Es muss endlich Schluss sein mit der konventionellen Landwirtschaft. Die ist nämlich schuld. Die Grünen sind  dank des Gefühls der Katastrophe groß geworden und schüren es nun fleißig weiter.  SPD latscht hinterher. Fein, dann bereitet Euch mal alle auf steigende Lebensmittelpreise und natürlich auch Bierpreise vor.  Schön, dass wieder mal ohne fundierte Fakten Aktionismus entfaltet wird. Apropos Aktionismus, erinnert sich noch irgend jemand an das Waldsterben durch den sauren Regen? Das wachsende Ozonloch? Die Gefahr einer Eiszeit durch Aerosole in den 80ern? Nein?

CSU

Ich bin jetzt nur gespannt, wie Markus Söder den schwierigen Spagat zwischen grünem Populismus und den Hauptwählern der CSU, den konventionellen Landwirten, hinbekommen wird. Eines ist ganz sicher, es kostet wieder einmal Geld. Aber das kann man ja drucken. Wir müssen ja sowieso die Druckerpressen anleiern um die Energiewende und die “kulturellen Bereicherungen” zu finanzieren. 

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