Hexenjagd auf Zöpfe

via Twitter - Stasi-Verpflichtungserklärung Anetta Kahane - AAS

Von POMMES LEIBOWITZ | Es gab einmal eine Zeit, da ging man auf die Jagd nach körperlichen Merkmalen. Schwarze Locken gehörten dazu. Ist es schon wieder so weit? Sind jetzt Mädchen mit blonden Zöpfen und Jungs, die u. a. sportlich sind, im Visier? Findet quasi eine Umkehr der antisemitischen Pogrome statt?

Auslöser, nicht Ursache für diesen Artikel, ist eine staatlich geförderte Broschüre der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung, die Erzieher in Kindertagesstätten ausdrücklich dazu auffordert, die Eltern von Kindern mit gewissen äußerlichen Merkmalen (u. a. Zöpfe bei Mädchen) auf ihre Gesinnung hin zu bespitzeln. Das ist natürlich in mehrfacher Hinsicht absurd, wie auch die nachfolgende Satire verdeutlichen mag:

Achtung, Satire!

Gesetzt den Fall, äußere Merkmale, zumal von Kindern, ließen Rückschlüsse auf Gesinnung und Charakter von Menschen zu, stellen sich eine Reihe von Fragen:

1. Ist das nicht Rassismus? Was wäre denn, wenn, statt der Eltern von Mädchen mit Zöpfen, die Eltern von Mädchen mit Kopftüchern ins Visier genommen würden? Könnten ja Salafisten oder Schlimmeres sein. Oh, was wäre das Geschrei groß!

2. Und wozu sucht man überhaupt Menschen mit anderer Gesinnung?Dürfen die das nicht? Was will man denn mit diesen „Andersartigen“ tun? Umerziehen? Kinder wegnehmen? Wahlrecht entziehen? Ausgrenzen, diffamieren, internieren?

3. Woher kennen wir diese Praxis der Gesinnungsschnüffelei? Aus dem nationalen wie auch dem realexistierenden Sozialismus. In beiden Systemen mit fatalen, häufig tödlichen Folgen für die Verfolgten.

Hier kann man besagte Broschüre selber in Augenschein nehmen:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/kita_internet_2018.pdf

Wie schon eingangs erwähnt, ist dies nicht der erste Fall:

Vielmehr eine endlose Abfolge von aufstrebendem Bespitzelungs- und Denunziantentum und offiziellen Anstiftern dazu, u. a. auch eine „Gewerkschaftliche Handlungsanweisung“ für den Umgang mit Rechtspopulisten, in der unverhohlen zum Bespitzeln, Ausgrenzen und Wegmobben von mutmaßlichen Rechtspopulisten aufgefordert wurde, ja sogar Tipps gegeben wurden, wie man dabei öffentliches Aufsehen vermeidet:

Ausschnitt /Collage aus einem zurückgezogenen Verdi-Faltblatt

Nach erheblichen Protesten wurde dieses interne Faltblatt dann wieder zurückgezogen. Aber es zeigt, wes Geistes Kind da viele führende Persönlichkeiten in Gewerkschaften, und eben auch manch dubioser Stiftung oder NGO sind, u. a. die Ex-Stasi-Mitarbeiterin und Gründerin der Amadeu-Antonio-Stiftung Anetta Kahane.

Kommen wir aber noch einmal zurück zur Kita-Broschüre.

Diese wurde von einer „Fachstelle für Gender, GMF und Rechtsextremismus“ erstellt. Was für eine eigentümliche Themen-Kombination. GMF steht übrigens für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ja wie denn: Ist es etwa keine Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wenn man angebliche “Rechtspopulisten” bespitzelt, diffamiert und ausgrenzt?

Ein Untertitel besagten Machwerks heißt “Kindertagesbetreuung in Zeiten rechtspopulistischer Mobilisierungen”

Wer mobilisiert hier wen? Ist es nicht eher Mobilmachung, wenn man Feindbilder entwirft und zu deren Bespitzelung aufruft?

Tatsache ist, dass es neue politische Strömungen in der westlichen Welt gibt. Der sogenannte “Rechtspopulismus”, der eigentlich überhaupt nichts Radikales fordert, sondern nur die Rückkehr zu einem politischen Weltbild, das zu Zeiten Helmut Schmidts sogar von der SPD vertreten wurde. Das mag “rückwärtsgewandt” sein, ist aber keinesfalls radikaler als die “vorwärtsgewandten” Zeitgeistthesen, die Medien und linke Politik dominieren.

Als die Grünen die politische Landschaft betraten, um ein – von einem Teil der Gesellschaft empfundenes – Umweltschutzdefizit auszufüllen, wurde da auch von “umweltpopulistischer Mobilisierung” gesprochen? Nein, man begnügte sich damit, diese Partei für nicht regierungsfähig zu erklären und von Regierungsbeteiligung auszuschließen. Vorerst. Bis man sie für Mehrheiten brauchte.

Als die Linke die politische Landschaft betrat, um ein – von einem Teil der Gesellschaft empfundenes – Soziales Defizit auszufüllen, wurde da auch von “linkspopulistischer Mobilisierung” gesprochen? Nein, man begnügte sich damit, diese Partei für nicht regierungsfähig zu erklären und von Regierungsbeteiligung auszuschließen. Vorerst. Bis man sie für Mehrheiten brauchte.

Was hat sich seitdem verändert? Warum jetzt diese Hatz auf neue Parteien? Ganz einfach: jetzt sind eben diese einstmals “regierungsunfähigen”, weltfremden und radikalen Grünen und Linken mehrheitlich in Medien und Institutionen vertreten und zeigen deutlich, wes Geistes Kind sie sind.


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