Billig Tablets mit Windows 10

Seit Weihnachten besitze ich ein Trekstor Surftab wintron 7

Das Tablet besitzt 16GB internen Speicher, einen Intel Atom 4 Kern Prozessor mit  bis zu 1,8 Ghz, 1 GB Ram, 1 micro USB Schnittstelle und Erweiterungsmöglichket per microSD bis zu 128 GB. Das darauf befindliche Windows 10 home 32bit ist noch eine 10240 er US-Version mit deutschem Sprachpaket. ein Update auf 1511 scheitert regelmäßig aufgrund zuwenig Platz auf c:\ , laut TrekStor Support arbeitet Microsoft an einer Lösung…

Zur Zeit würde ich niemandem empfehlen, ein  derartig ausgestattetes Win10Tablet  (16GB interner Speicher) zu erwerben, es sei denn man zieht Linux in Betracht. Um die Windows 10 installation nicht zu verlieren werde ich Linux erstmal testweise auf die SD-Karte installieren und demnächst hier darüber berichten. Auf grund der dürftigen Bestückung mit nur einer microUSB Schnittstelle, welche auch als Ladebuchse dient, habe ich einen USB-hub angesclossen und ein USB Stecker A/ Stecker A Kabel erworben um für Stromversorgung und mehr USB Schnittstellen zu sorgen. An einer der Schnittstellen habe ich eine USB Tastatur angeschlossen. Ein mit rufus generierter bootfähiger USB-Stick mit Win10-1511 bootet in dieser Konstellation und  ließe eine clean-Install auf Laufwerk C: zu. Leider geht aber nur C: die SD-Karte D: wird nicht angeboten.

Ein mit rufus generierter USB-Stick mit Elementary (eine 64 bit Linux Variante) funktioniert, allerdings erst nach Anpassung auf das 32bit UEFI. Zur Zeit läuft die Installation auf die SD Karte… Hoffentlich reicht der Akku, da ein Laden über den Hub nicht erfolgt…

Der Akku hat natürlich schlappgemacht, ich muss also auf eine Ladelösung für die einsame USB-Schnittstelle warten, aber es scheint generell zu gehen, leider bleibt aber danach noch das Problem den Touchscreen und Wlan+ Kameras zum laufen zu kriegen….

Also habe ich nun erstmal Windows 10 auf den aktuellen Stand TS2 gebracht, dieses funktioniert als Update oder als Clean Install. Der Vorteil beim Update liegt darin dass man Probleme mit dem Touchpad vermeidet, Clean Install hat allerdings den Vorteil dass man umpartitionieren kann und damit dauerhaft zusätzliche rund 600 MB an Speicherplatz auf dem knapp bemessenen internen Speicher gewinnt.  Um das TrekStor per Clean Install auf den aktuellen Stand zu bringen sind folgende Komponenten erforderlich:

USB-Hub

USB Tastatur+Maus (kabel oder Funk)

bootfähiger USB Stick mit aktueller Win10home1511 (4GB)

die Software DoubleDriver (kostenlos) und um den bootfähigen Stick zu erzeugen eine win10iso und rufus.

Als ersten Schritt generiert man mit rufus (Einstellung GPT für UEFI, Fat32, ISO-Abbild) den bootfähigen Stick, danach auf dem Stick noch ein zusätzliches Verzeichnis erstellen und mit DoubleDriver das Treiberbackup in dieses Verzeichnis ausführen. Danach das entpackte DoubleDriver Paket ebenfalls in dieses Verzeichnis kopieren. Die Datei SileadTouch.fw aus C:\Windows\System32  ebenfalls in das Verzeichnis auf dem USB-Stick kopieren.

Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen. Das Tablet sollte idealerweise voll geladen sein, Nun USB Hub mit bootfähigem Stick+ Tastatur und Maus bestücken und an das Tablet anschliessen, Danach durch gleichzeitiges Drücken von Lautstärke+ und Power ins Startmenü gehen und UEFI-USB Device auswählen.

Das Windows Setup startet nun von USB, Benutzerdefiniert auswählen, und alle Partitionen bis auf UEFI-Boot (100MB) löschen und auf dem nun freien Platz eine neue Partition erstellen welche dann auch als Installationspartition dient. Die Installation geht relativ zügig über die Bühne, wenn alles fertig ist auf dem USB-Stick  SileadTouch.fw zurückkopieren nach C:\windows\system32  danach DoubleDriver zünden und das Backup in System zurückspielen. Nun sollte alles wie gewohnt funktionieren.

Die Update Variante bedeutet erheblich mehr Arbeitsaufwand: Als erstes alle deinstallierbaren Apps deinstallieren, danach die interne Platte inklusive Systemdateien bereinigen lassen, den Auslagerungsspeicher auf 300 MB verringern und den Ruhemodus abschalten,  danach kann es sein dass der Platz reicht. Falls nicht entweder soviel wie möglich aus C:\Benutzer\ auf D: (SD-Karte) verschieben,  oder mit einem Tool wie MiniTool Partitions Wizard free die 500 MB Recovery Partition vom internen Datenträger löschen und danach die Systempartition entsprechend vergrößern. Achtung dieser Vorgang benötigt viel Zeit, so dass das Tablet am Ladegerät sein sollte. Danach klappt es mit dem Update, es dauert allerdings eine Ewigkeit.

4 Kommentare

    • Das 64-Bit Linux-Abenteuer habe ich bisher noch nicht fortgesetzt, da ich immer noch keine Lösung für gleichzeitiges Laden und Tastatur/Mausnutzung gefunden habe. Ich müsste also erst eine Bluetooth-Tastatur erwerben um damit weiter zu experimentieren. Inwieweit dann unter Linux der Touchscreen funktionieren wird ist zur Zeit noch unklar, ausserdem muß der Bootloader modifiziert werden, da irsinnigerweise ein 32 Bit UEFI Bios verbaut ist. Im Moment warte ich auf eine Class 10 Micro-SD Karte, danach werde ich die Installation von ElementaryOS 64Bit nochmal versuchen, sie sollte dann aufgrund der höheren Datenübertragungsrate zügiger durchlaufen und vielleicht reicht da ja der Akku.

  1. Ich denke mal du meinst 128 GB. 128 MB wäre sehr wenig. Im Endeffekt ist es wie immer: Der Nutzer bekommt Bloatware und ist der Doofe. :/

    • Hallo Lulu, natürlich müsste bei der SD Karte GB stehen, allerdings ist die Angabe 128 GB SD mittlerweile fragwürdig geworden, sie steht zwar auf der Packung, aber weder eine Class 10 128 GB Kingston noch eine 64 GB Memorex funktionieren mit dem Teil, und meine 32 GB Karte mit der ich versucht habe das Trekstor auf Linux zu bringen, ist ja leider zu lahm. Mittlerweile liegen bei mir mehrere von den Trekstor Tablets herum und warten darauf, dass ich ihnen “Redstone” verpasse, weil ich wohl der einzige bin, der das ohne hinterherigen Problemen hinbekommmt (Trekstor hat völlig besch.. Touchpad+Bildschirm Treiber).

      Trotzdem kann man nicht von Bloatware reden, Windows 1511 ist z.Zt. auf den Teilen ist eine Clean Install mit Partitionsanpassung s.Beitrag und würde trotzdem einen Updateprozess auf Redstone nicht überstehen.

      Es ist eher bekloppt Teile mit 20 GB Plattenkapazität mit Windows 10 zu verkaufen, allerdings war der Preis mit 54€ gut. Aufgrund dessen quietschten meine Nachbarn begeistert los, ich habe ihnen von Anfang an davon abgeraten aber war selbst auch so blöd eins mitzunehmen weil ich da an Linux dachte. Bisher leider Pustekuchen… 🙁

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